Köpfe – expressive Malerei und innere Zustände

In meiner Serie „Köpfe“ geht es nicht um klassische Porträts, sondern um das, was darunter liegt: Stimmung, Spannung, Erinnerung. Die Gesichter sind bewusst reduziert, manchmal fragmentiert, manchmal verfremdet. Mich interessiert weniger Ähnlichkeit als Ausdruck – das Gefühl, das bleibt, wenn man lange hinsieht.

Was bedeutet die Serie „Köpfe“?

Köpfe sind für mich Sinnbilder von Identität: wandelbar, verletzlich, nicht eindeutig festzulegen. Manche wirken still und zurückgezogen, andere tragen eine innere Unruhe. Ich lasse offene Stellen zu, damit Raum für eigene Deutungen entsteht. So wird aus Portraitkunst ein Dialog – zwischen Werk und Betrachter*in.

Technik, Material und Oberfläche

Ich arbeite schichtweise und intuitiv: Farbe wird aufgebaut, wieder abgetragen, übermalt und neu gesetzt. Spuren des Prozesses dürfen sichtbar bleiben – als Teil der Wahrheit des Bildes. Durch Struktur, Kontraste und Oberflächenrhythmus entsteht Tiefe, die nicht nur visuell, sondern auch emotional wirkt. Diese Arbeitsweise verbindet zeitgenössische Malerei mit einem sehr persönlichen Ausdruck.

Warum „Köpfe“ keine Antworten geben müssen

Ich möchte keine eindeutigen Geschichten erzählen. Die Köpfe sollen eher einen Zustand tragen, den man kennt, aber schwer beschreiben kann: Distanz, Nähe, Müdigkeit, Hoffnung, innere Leere oder Konzentration. Wenn du dich in einem Werk „wiederfindest“, ist das nicht geplant – aber möglich. Genau diese Offenheit ist für mich der Kern der Serie.